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Husten - keine Heulage [Hits: 1551]

Moin,

mein Scout hustet seit einiger Zeit, es strengt ihn an, er pupst häufig dabei. Lt. TA und Blutuntersuchung: Nichts genaues weiß man nicht... Equines Asthma.

Vor Weihnachten fing es an, ich habe nichts verändert: Weder die Haltung, noch die Fütterung. Lediglich ein neues Mineralfutter. Da der TA auf eine Allergie tippt, habe ich es weggelassen. Keine Veränderung.
Bisher hatte er Schleimlösendes Hustenpulver bekommen - ohne wirklichen Erfolg. Danach dann jetzt 1 Woche Antibiotikum - auch kein Erfolg.

Das Heu staubt nur minimalst und riecht gut. Mein "Zeigerpferd" - er hatte vor 3 Jahren mal gehustet und als ich das Heu gewässert habe, war es weg - hat jetzt nichts, insofern gehe ich davon aus, dass das Heu "gut" ist. Ich schicke es aber auch noch ein.

Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass die RK (Reaktionsklasse) bei Milben, Pilzen, Pollen und Insekten = 0 ist


Wie geht es weiter?
Bronchoskopie? Davor habe ich Respekt und möchte es vermeiden. Und was bringt es ggfs. für ein Ergebnis, was eine Behandlung verändern/bestimmen würde?
Heu bedampfen? Ich habe 5 Pferde, das wäre ein Akt.
Heulage? No.
Heu wässern? Ich habe mal für 3 Pferde gewässert. Ansich nicht wirklich schlimm aber was macht man mit dem ganzen Wasser?

Ich füttere kleine HD-Ballen.

GsD habe ich bisher nicht wirklich Erfahrung mit Husten aber einige der Koppler schon - könnt ihr mir weiterhelfen?

schreti


03.02.2022 - 10:56
Graupony

Hab ich heut früh in anderer Sache entdeckt, hilft Dir vielleicht auch?

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0579-8796.pdf

Ich bedampfe. Nachdem ich früher gewässert habe.
Es nervt. Beides.
Für 5 Pferde incl. KB? Never ever. Beides.

Geht Heulage nicht oder willst Du Heulage nicht?
Ich sehe keine Alternative.

Kann Dir ja mal zum großen Haygain das kopieren, was ich gestern wem anders getippt hab.
Haßliebe pur!

Zu Selbstbauten google mal H.el.ge B.er.not.at und warum das nicht wirklich ne gute Idee ist, falls Dir das vorschwebte.

Neben Haygain gibts noch Heuking/Heumaster (Kisten sind baugleich und kosten, zum Selberbasteln auch schon >600€) - hier berichten aber Viele, daß die Schrauben/Scharniere/Verschlüsse in dem Material nicht halten und ausreißen.
Zudem verzieht sich das Material.

Haygain ist schon unkaputtbar, meiner ist jetzt ca. 12 Jahre alt.
Aber dank Brexit auch unbezahlbar (und momentan eh nirgends lieferbar!) geworden.
Der Kocher allein kostete 2020 noch 750€, jetzt 1.015€...


03.02.2022 - 10:57
Graupony

Kopie:

Haygain

Vorteile:

- Keimreduktion/Pilzreduktion - alles bekannt, für hustende Pferde ideal (wer genug Pferde hat, um Heulage füttern zu können bevor sie schlecht wird, ist damit totsicher besser und billiger bedient)

- läuft zuverlässig

- im Netz wird gesagt, die Düsen, die im Heu stecken bedampfen schlecht und schon gar nicht einen ungeöffneten HD-Bund: Das stimmt nicht. Funktioniert sogar wunderbar.


Nachteile:

- Preis (kann man sich mit ersparten TA-Kosten aber schön rechnen)

- Elektrik muß vorab geprüft werden (separate 16A-Absicherung, ausreichender Kabelquerschnitt, etc.)

- Brandgefahr

- Kocher hat keine automat. Abschaltung, wenn Wasser leer (DAS kann sogar der 30€ Wagner-Tapetenablöser!!)

- Countdowntimer (Brennenstuhl 120Min.-Model für 4€) oder andere extra installierte Abschaltung nach Zeitdauer X ist zwingend nötig, damit der Kocher nicht leerläuft = neue Thermosicherung fällig (>100€ wenn über Händler/Hersteller repariert wird)

- absolut beschissen konstruierter Wassereinfüllstutzen, den man aber mit der richtigen Technik des Trichter-Festhaltens und langsamen Eingießens bewältigen kann

- keine Füllstandsanzeige, nötige Menge Wasser muß vor Einfüllen abgemessen sein

- Kiste muß topfeben in Waage stehen, um aus allen Düsen Dampfaustritt zu haben

- Düsen spucken viel Wasser statt Dampf aus, ist normal, macht aber Heu naß

- Heu wird ohnehin arg naß (trocken eingefüllt ist Voraussetzung, das Übergießen kontraproduktiv) und unterliegt damit ähnlichen "Bakterienexplosionsgefahren" nach Zeitraum xy, wie gewaschenes Heu

- bei Frost wirds richtig elend:
- Kocher entleeren und mit ins Warme nehmen (schwer + unhandlich)
- Kiste hochkippen bis Wasser aus Leitungen halbwegs rausgelaufen ist
- mit Kompressor (70€) Leitungen und Düsen restlos leerpusten (empfiehlt sich teils ohnehin, da gern Wasser drin stehenbleibt und Dampf behindert)

- Kiste nach jeder Benutzung reinigen (hier: abtrocknen und mit Tischhandfeger Platinen und Boden ausbürsten

- Heu, das links und rechts ganz außen und/oder tiefer als Düsenspitzen liegt, wird nicht korrekt bedampft. Erkennbar an: Bleibt grün und riecht komisch. Ist auch absolut logisch.

- 30kg halte ich für unrealistisch. Bekomme 1 ungeöffneten 15kg-HD-Bund rein und mit viel Glück noch 2-3 Lagen oben drüber (die werden dann dank Deckelkontakt aber arg naß) und auch welche daneben gequetscht - aber: s.o. werden am Rand nicht mehr ausreichend bedampft.

- da wegen Verkeimungsrisiko <24h das bedampfte Heu verfüttert werden sollte bin ich auch pingelig was Reinigung der Heuraufen angeht.
Nur neues Heu reinwerfen ohne alte Reste zu entfernen ist nicht. Nervt auch.


Ein guter Rat zur Zeitschaltuhr, da ich nur durch Zufall mal dazu kam, kurz bevor mein Offenstall abfackelte:

Die billigen Brennenstuhldinger tausche ich min. 1x im Jahr vorsorglich aus. Ist nicht nachhaltig - nervt mich auch.

Der Timer ist für die Hitze, die sich durch den langen Betrieb (Winter <10Grad 80Min, sonst 70Min.) entwickelt (=normal) nicht ausgelegt und schmoren. In der öffentl. Haygain-FB-Gruppe liest man dann immer von Steckern, die man austauschen sollte. Joar, kann man, verhindert aber im Zweifel keinen Brand, weils die Ursache nicht behebt: Der Timer ist immer noch nicht für den langen Betrieb geeignet.
Hier war der Stecker nämlich völlig unversehrt, der Brennenstuhl-TImer nur noch ein Klumpen zusammengeschmorter Plastik.

Hier haben wir einen "Schütz" zwischengeschaltet.

Sieht wie folgt aus:

Kabel kommt vom Haus im Offenstall an und läuft zur Steckdose, in welcher der Timer steckt.
Dieser Timer versorgt den "Schütz" für die nötige Bedampfungsdauer xy mit Strom.
Vom Schütz geht das Kabel zur Steckdose, welche lange Dauer mit soviel Leistung problemlos ohne Schmoren aushält.
In dieser Steckdose steckt der Haygainstecker. Ist die eingestellte Zeit rum, schaltet der Schütz und die Steckdose ist tot.

Inzwischen gibts auch gute Ideen mit WLAN-gesteuerten Steckdosen, FI-Steckdosen etc.
Da kenne ich mich jedoch null aus.

Kann aber aus Erfahrung sagen, daß es saudoof ist, wenn man im Urlaub angerufen wird, weil der Vertretung daheim der Kocher leergelaufen und kaputt gegangen ist, so daß in Folge im Haus der FI rausfliegt und ggf. Kühlschrank und alles abtaut...



Ach, und noch was zum Heu einfüllen, wenn man möglichst wenig loses Heu in der Kiste haben möchte:

HD-Bund in Heunetz packen (die XXL-Netze von Krämer in hellgrün laufen nicht groß ein) und Heubänder abschneiden.
Bedampfe nur 90% eines Ballens, stülpe ein Netz über den geschlossenen Ballen, dreh ihn um, schneide die Bänder ab, nehm 2 Lagen ab, zieh das Heunetz eng zu und binde es mit dem abgeschnittenen Heuband zu.
Ist bislang die sauberste Variante ;)

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